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BOSQUECITO (VORFILM) ¿QUÉ LES PASÓ A LAS ABEJAS?

BOSQUECITO
Paulina Muratore, 2020, Argentinien, 9ˈ, OmeU

Der animierte Kurzfilm BOSQUECITO (dt: Wäldchen) der Argentinierin Paulina Muratore begleitet über Jahre hinweg die Beziehung der Protagonistin Mizu (jap.: Wasser) zu einem Baum, den sie regelmäßig besucht und gießt. Schließlich überlebt Mizu, dank des Baumes, eine Überflutung des Waldes. Inspiriert von dem Instrumental “Bosquecito” des Musikers Rodrigo Carazo entstand die Geschichte rund um Mizu, welche an Figuren aus Studio Ghibli Filmen erinnert. Die musikalische Begleitung symbolisiert die Kommunikation zwischen Mizu und dem Wald: Eine Flöte ist zu hören, wenn der Wald “spricht”, Töne eines Pianos verkörpern Mizu. Bei einer Verbindung der beiden spielen die beiden Instrumente auch gemeinsam. Angesichts besorgniserregender Nachrichten von Flutkatastrophen in Folge der Abholzung von Wäldern, wie in der argentinischen Landschaft Las Sierras Chicas de Córdoba, zeigt der Film hohe ökologische und soziale Relevanz. Nicht der Regen sei das Problem, sondern die Abholzung und dadurch die Menschen selbst, die Katastrophen oft erst als solche wahrnehmen, wenn es bereits zu spät ist. 


¿QUÉ LES PASÓ A LAS ABEJAS?
Robin Canul Suárez / Adriana Otero Puerto, 2019, Mexiko, 67ˈ, OmeU

Nachdem im mexikanischen Bundesstaat Campeche durch den Anbau gentechnisch veränderter Soja in ihrem Gebiet Millionen von Bienen sterben, beschließen die Imkergemeinschaften der Maya, allen voran Gustavo Huchin und Leydy Pech, sich zu organisieren, und die Aktivitäten der mexikanischen Behörden und des transnationalen Unternehmens Monsanto anzuprangern. Der Dokumentarfilm ¿QUÉ LES PASÓ A LAS ABEJAS? zeigt wie dramatisch sich die Agrarindustrie und die dabei verwendeten Chemikalien auf die Umwelt auswirken und den Klimawandel verschärfen. Die Filmemacher Robin Canul Suárez und Adriana Otero Puerto begleiten die Imkergemeinschaften der Maya bei ihrem Versuch, ein Verbot des Anbaus von gentechnisch veränderter Soja in ihrem Gebiet zu erreichen, um nicht nur das Bienensterben aufzuhalten, sondern auch die massive Abholzung der Wälder und die Verseuchung des Grundwassers und des Bodens zu verhindern. Es ist eine Geschichte über den Schutz des Territoriums und den Vorschlag eines neuen Entwicklungsmodells, das die Menschen, ihre täglichen Aktivitäten, ihre Ernten und auch die Bienen berücksichtigen soll.

10.10.2021
19:00

Mühlstraße 14 e.V.